 | Rudolf Steiner über seine ' Philosophie der Freiheit '
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Amazon.fr in Frankreich. ASIN=3772506658, Category: Philosopy, Language: D, cover: PB, pages: 157, year: 1984Untertitel: "Monographie eines Buches von Otto Palmer."
Kurzbeschreibung © (2006) von ibs.modulAware.com/a/
Diese Monographie ist eine wichtige Sammlung von z.T. langen Zitaten von Steiners
Erklärungen zur Entstehung, zum Inhalt und Ziel eines der wichtigsten Bücher von Rudolf Steiner:
Die Philosophie der Freiheit (PdF).
Behandelt werden lebenssinnstiftende Fragen, wie z.B.:
Wie sind wir zu einem Bewusstsein gekommen und
wie hängt die Philosophie des Thomas von Aquino mit der von I. Kant zusammen? (p46-50).
Die Bedeutung der PdF kann nicht genug gewürdigt werden, da unübertrefflich;
bester Beweis dafür ist, dass die PdF von den akademischen Philosophen
seit Erscheinen der PdF bis heute weitgehend ignoriert wird! - ist peinlich oder bezeichnend,
dass nach so langer Zeit die mit Steuermitteln finanzierten Akademiker
m. E. bis heute nicht über die PdF hinausgekommen sind?
Einige von ibs.modulAware.com/a/ ausgewählte Zitate zum Stichwort
"Das soziale Vertrauen"
Wir leben in einem Weltalter [1920], in dem jeder einzelne innerhalb eines individuellen
Bewusstseins streben muss nach der Richtung seines eigenen Denkens, Fühlens und Wollens.
Wir leben nicht mehr in einer Zeit, in der die Menschen es wahrhaft ertragen,
nur durch Autorität geführt zu werden ... [dito], dass ihr ganzes Wesen organisiert werde.
... Wird jener Quell in der Menschheit eröffnet, von dem ich als der wahren Intuition
in meiner [PdF] spreche, dann kann man in den höheren Angelegenheiten des Lebens
eine ebensolche soziale Gemeinschaft auf Vertrauen gründen, wie man auf Vertrauen
schliesslich gründen muss das alltägliche Leben.
-- Zitat p88 (ursprünglich aus "Fragen der Seele und Fragen des Lebens" (15-Jun-1920)
von Rudolf Steiner)
Durch die [PdF] muss der abstrakte, kategorische [Kantsche] Imperativ
überwunden werden, ... weil er wie etwas ins Menschenleben hineintagt, dem man sich unterwirft.
... Die soziale Ordnung muss auf ein freies Denken und Vertrauen aufgebaut werden,
auf dasjenige was Goethe meinte, als er die Pflicht definieren wollte und sagte:
Pflicht, wo man liebt, was man sich selbst befiehlt.
-- gekürztes Zitat pp89/90 (ursprünglich, s.o.)
Mir kam es darauf an, die Frage zu beantworten:
Was wird aus dem ganzen Menschen, seelisch, leiblich, geistig,
wenn er sich bemüht nicht so zu denken,
wie es ihm die Naturwissenschaft gibt, nicht so zu wollen,
wie es die Organisationen ihm einimpfen, sondern so, wie es im Sinne
der [PdF] und der anthroposophisch orientierten Geisteswissenschaft ist.
... Das Denken muss beweglich werden, damit es das Interesse weit öffnet
für die Angelegenheiten der Gegenwart. Dass es einen freien und unbefangenen
Blick gibt in dasjenige, was zurückhält unser Fortschreiten in der Menschheitsentwicklung.
...
Die [PdF] stellt nicht einfach einen Nebenzweig der Philosophie dar, sie begründet
selber vielmehr eine neue Wissenschaft: die Wissenschaft der Freiheit [bzw.] "Freiheitswissenschaft".
Ihre Mittel sind philosophischer Art und stützen sich auf seelische Beobachtung.
Ihre Darstellung ist eingekleidet in die Formen der damaligen Erkenntnistheorie*.
Wird diese Freiheitswissenschaft nicht innerhalb der Menschheit ebenso intensiv gepflegt
wie andere Wissenschaften, dann geht die Freiheit - für den Einzelnen wie für die Gesellschaft**
- unweigerlich verloren. Der Hinweis auf die gewisse Weltverhältnisse*** ist deutlich genug.
Und wie das Buch die Überwindung des Materialismus darstellt, so auch
die Überwindung der sozialen Folgen dieses Materialismus.
-- gekürztes Zitat pp90/91 (ursprünglich, s.o.)
Karl Marx hat eben nicht verstanden, was der Mensch ist als Nerven- und Sinneswesen:
dass er eine Individualität ist, dass er mehr ist als jede Gesellschaft ihm geben
kann als Individualität. [...] Denn wiederum kann man zeigen, dass aller sozialer
Prozess stillstehen muss, wenn ihm nicht alle Quellen zufliessen, die aus der
menschlichen Individualität kommen.
-- Zitat Steiner, pp99
Beim letzteren macht Steiner jeweils ein Hinweis auf PdF und weisst auf die damalige Klassifizierung,
der PdF als "Individualistischer Anarchismus" hin, was ihn sehr amüsierte,
denn dem Werk "Grenzen der Wirksamkeit des Staates" des preussischen Staatsministers
Wilhelm von Humboldt ereilte schliesslich das selbe Schicksaal.
Steiner grenzte sich in PdF eindeutig vom "nivellierenden Kantianismus und Sozialismus" ab.
Anmerkungen:
*) Die Zeit um 1890, als Steiner die PdF schrieb.
**) Steiner verwendete das Wort Sozietät, ein Wort, das inzwischen z.B.
eher zur Bezeichnung von Anwaltsvereinigungen entführt wurde.
***) Die Zeit nach dem ersten Weltkrieg [1920]
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(Last script-update: 29-Jun-2010)
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